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Expeditionskonzert – Staatsphilharmonie Nürnberg – gVe Konzert

31. Oktober 2022 | 20:00 - 22:30

Montag, 31. Oktober 2022, 20 Uhr
Programmeinführung 45 Minuten vor Konzertbeginn
Heinrich-Lades-Halle, Großer Saal

 

Expeditionskonzert – Staatsphilharmonie Nürnberg Dirigiert und moderiert von Joana Mallwitz

Die beliebten Reisen von Joana Mallwitz ins Innere von musikalischen Meisterwerken gehen auf eine neue Tour: Entdecken Sie mit der Nürnberger Generalmusikdirektorin und „ihrer“ Staatsphilharmonie nach Strawinskys „Sacre du Printemps“ in der letzten Spielzeit einmal mehr ein großes Werk der Musikgeschichte in allen seinen Facetten. Joana Mallwitz, 2019 zur „Dirigentin des Jahres“ gewählt, wird dabei nicht nur wie gewohnt den Taktstock führen, sondern wieder auch selbst vom Klavier aus moderieren. Dabei wird sie erneut Erheiterndes, Überraschendes, Unbekanntes und auch oft Gehörtes zu einem neuen Erlebnis und Höreindruck zusammenfügen, bevor das Werk am Ende noch einmal im Ganzen erklingt. Sowohl routinierte Konzertgängerinnen und -gänger als auch interessierte Neulinge sind herzlich eingeladen, die Ohren zu spitzen und große Musik neu zu erleben!

„Das lustigste Stück, das ich gemacht habe“
Die Sinfonie Nr. 4 von Felix Mendelssohn Bartholdy, die sogenannte „Italienische“, sie gehört zu den bekanntesten und berühmtesten, zu den beliebtesten und populärsten Werken der klassisch-romantischen Epoche überhaupt. Sie ist ein ewiger Bestseller der sinfonischen Weltliteratur. Mendelssohn skizzierte die Sinfonie zwischen Herbst 1830 und Spätsommer 1831, während seiner großen Italienreise, die ihn über Udine nach Venedig, Florenz und Rom bis hinunter nach Neapel und über Mailand wieder zurückführte. In einem Brief aus Rom vom Februar 1831 berichtete er: „Die Italienische Symphonie macht große Fortschritte; es wird das lustigste Stück, das ich gemacht habe, namentlich das letzte; fürs Adagio habe ich noch nichts Bestimmtes und glaube, ich will es mir für Neapel aufsparen.“

Mendelssohns Italianità
Was schließlich im Frühjahr 1833 vollendet vorlag, war eine Sinfonie von einer ganz speziellen, exklusiven Italianità, jenseits von allem Folklorismus. Der spritzige Kopfsatz soll durch die Heiterkeit der Toskana inspiriert worden sein. Einen anderen Ton schlägt der langsame zweite Satz an. Möglicherweise spielt er in den Abruzzen, in der bergigen Region östlich von Rom, wo (im Verlauf von Mendelssohns Sinfonie) gerade Pilger ihres Weges ziehen: Die fast ununterbrochen durchlaufenden Achtel der Streicherbässe in der Art eines barocken Basso figurato und die schlichte Melodik haben jedenfalls etwas von einem Religioso. Der folgende dritte Satz ist italienisch-romanisch wohl nur in seinen formvollendeten, ausgewogenen, gleichsam apollinischen Proportionen und in seinem hellen, lichten Charakter. Poetisch sind die Signalmotive der Hörner und Fagotte, die wie aus einer pittoresken Ferne rufen. Das wirbelnde Finale wirft uns schließlich hinein in das ausgelassene Volksleben Neapels. Der Satz ist ein Saltarello, ein lebhafter italienischer Springtanz, für dessen Themen Mendelssohn auf originale neapolitanische Volksmelodien zurückgriff, in ihrer Kombination mit gelehrten kontrapunktischen Verfahrensweisen freilich kunstvoll stilisiert.

Joana Mallwitz – wieder in Erlangen
„Da ist eine neugierige, motivierende, zugleich rigoros auf Qualität bestehende Künstlerin am Werk, die besessen am Klang zu feilen pflegt und doch, wenn es darauf ankommt, loslassen kann.“ So begründete die Jury im Herbst 2019 die Auszeichnung von Joana Mallwitz als „Dirigent(in) des Jahres“ – eine Ehre, die vor ihr Christian Thielemann und Kirill Petrenko zuteilgeworden war. Seit ihrem Amtsantritt in Nürnberg im Herbst 2018 folgten ihre Debüts an der Bayerischen Staatsoper, beim HR Sinfonieorchester, dem Philharmonia Orchestra London, den Dresdner Philharmonikern und im Sommer 2020 bei den Salzburger Festspielen, wo sie – 100 Jahre nach der Gründung der Salzburger Festspiele – die erste Dirigentin war, der mit „Così fan tutte“ eine gesamte Opernaufführungsserie anvertraut wurde. Nun ist die Ausnahmedirigentin auch wieder in Erlangen zu erleben.

Text: Klaus Meyer

Details

Datum:
31. Oktober 2022
Zeit:
20:00 - 22:30
Veranstaltungskategorie:
Webseite:
www.gve.de/expeditionskonzert-staatsphilharmonie-nuernberg

Veranstalter

gVe – Gemeinnütziger Theater- und Konzertverein Erlangen e.V.
Telefon:
09131 86 22 52
E-Mail:
info@gve.de
Webseite:
www.gve.de

Veranstaltungsort

Heinrich-Lades Halle
Rathausplatz 2
Erlangen, 91052
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Webseite:
https://naegel-erlangen.de
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