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BBC Philharmonic Orchestra & Omer Meir Wellber / Jan Vogler – gVe Konzert

24. Mai 2020 | 19:00 - 21:30

Programmeinführung 45 Minuten vor Konzertbeginn, Einlass 18 Uhr

Es gibt viele Gründe, warum man dieses Ereignis nicht verpassen darf. Zum einen ist es das bislang teuerste Konzert, das der gVe je veranstaltet hat. Zum anderen muss man Omer Meir Wellber einfach einmal live gehört haben. Dann versteht man auch, warum der israelische Dirigent jeden Cent und jede Minute wert ist. Ebenso ein Highlight: der Cellist Jan Vogler – ein international renommierter Künstler, von dem wir in Erlangen hoffentlich noch viel hören werden.

BBC Philharmonic
Jan Vogler, Violoncello
Omer Meir Wellber, Leitung

Richard Strauss
Till Eulenspiegels lustige Streiche, Sinfonische Dichtung op. 28

Antonín Dvořák
Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Live

Omer Meir Wellber kam 1981 in Be’er Scheva, einer Großstadt im Süden Israels, auf die Welt – er ist damit ein „Sabre“, wie die Israelis ihren im „gelobten Land“ geborenen Nachwuchs liebevoll nennen: nach dem Kaktus, der in dem Wüstenland zu gewaltigen Bergen heranwächst, mit wehrhafter, stacheliger Schale und köstlich süßem Fruchtfleisch.

Heute ist Omer Meir Wellber einer der international gefragtesten Dirigenten seiner Generation, und dem gVe ist mit seinem Engagement eine kleine Sensation gelungen.

Was macht diesen charmanten, gut aussehenden Künstler, der seit September 2019 Chef des BBC Philharmonic Orchestra ist, so besonders? Arbeiten wir uns doch von der Oberfläche nach innen:

Omer Meir Wellber verzichtet weitgehend auf medialen Glamour – ein Grund, warum sein Name das breite Publikum noch nicht erreicht hat, im Kreis der „Eingeweihten“ aber seit Jahren mit Hochachtung ausgesprochen wird. Imagekampagnen sind nicht sein Ding, denn er braucht Zeit und Kraft für das Studium von (Opern-)Partituren, für hocheffiziente Proben mit den namhaften Orchestern der Welt, deren Klang er mit wenigen Anweisungen zum Glühen bringt. Er lehnt die stürmischen Angebote der Plattenindustrie meistens ab, weil er seine Leistung am hohen Standard „Ewigkeit“ misst. So kommt es, dass man seine CDs an einer Hand abzählen kann und nur mit viel Glück einen Konzert-Mitschnitt im Radio erwischt.

Es bleibt, ganz klassisch, das unvergessliche Live-Erlebnis beim Konzertbesuch.

Und dazu gibt Omer Meir Wellber an den musikalischen Hotspots der Welt Gelegenheit: In der vergangenen Saison feierte er sein
Debüt an der Metropolitan Opera New York mit Bizets Oper „Carmen“, davor war er mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra Gast beim Lucerne Festival. Er war in der Hamburger Elbphilharmonie zu erleben und leitete die Premiere von Verdis „Die sizilianische Vesper“ an der Bayerischen Staatsoper in München genauso wie das London Philharmonic Orchestra bei Puccinis „Madame Butterfly“ beim Glyndebourne Festival. Er begeisterte in der Arena di Verona und in der Scala in Mailand, man bat ihn, für Seiji Osawa einzuspringen, und so gab er in Japan eine umjubelte „Salome“ von Richard Strauss.

A propos Richard Strauss: Zu diesem Komponisten der Spätromantik, der sich während des „Dritten Reichs“ nicht unumstritten verhalten hat, hegt Omer Meir Wellber, in dessen Familie einige Holocaust-Opfer zu beklagen sind, überraschend unvoreingenommen eine besondere Wertschätzung. Er bewundert das große Talent, das sich in Strauss’ Musik manifestiert, und wenn er beim Konzert in Erlangen „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ dirigiert, wird er dieses in allen Facetten herausarbeiten.

Klarheit, Präzision und Inspiration, das sind die meistgenannten Elemente der Faszination, die von Omer Meir Wellber ausgeht. Um zu erkennen, was dahinter steht, muss man sich den kleinen fünfjährigen Omer vorstellen, der begeistert Akkordeon und Klavier spielen lernt und mit neun Jahren bei der strengen „Maestra“ Tania Taler den ersten Kompositions-Unterricht erhält, den er bis 2004 bei Michael Wolpe fortsetzt. Nach Abschluss seines Studiums am Konservatorium in Be’er Scheva ermöglicht ihm ein Stipendium der America-Israel Cultural Foundation von 2000 bis 2008 das Dirigier- und Kompositionsstudium an der Jerusalem Music Academy bei Eugene Zirlin und Mendi Rodan. Wellbers Werke sind erfolgreich, werden über die Grenzen Israels hinaus weltweit übertragen und trotzdem findet die Komponisten-Karriere nicht wirklich statt.

Denn Daniel Barenboim ruft den unermüdlichen Sucher, den Forscher und Ergründer zu sich als Assistenten an die Berliner Staatsoper „Unter den Linden“ und gleichzeitig an die Mailänder Scala. Ein Ruf mit Katalysator-Wirkung für die Dirigenten-Karriere des mittlerweile umfassend gebildeten Besitzers von 30.000 Büchern.

Von Barenboim übernimmt er den unbedingten Glauben an die Partitur. „Wenn man ein Werk spielt, wie es in der Partitur steht, dann wird die Aufführung gelingen“, ist Wellbers Credo. Permanent anwesend im Geiste sind auch seine beiden antipodischen Vorbilder, der analytisch-exakte Jewgenij Mrawinskij und der emotionale „Hitzkopf“ Leonard Bernstein. Aber es kommt noch ein Geheimnis dazu: Wellber lernt außergewöhnlich schnell, sodass er nach wenigen Stunden die Werke „kann“. Erst legt er sie ein paar Wochen zur Seite, lässt sie sozusagen im Unterbewusstsein zu wertvollem Wein heranreifen und vollendet dann – ein genaues Klangbild vor Augen – mit den Orchestern das unverwechselbare Wellber-Bouquet.

Omer Meir Wellber und „sein“ BBC Philharmonic Orchestra bringen zusammen mit dem Sieger des ARD Musikwettbewerbs Jan Vogler das süffige, in allen Klangfarben der Sehnsucht leuchtende Konzert für Cello und Orchester von Antonín Dvořák zu Gehör. Und mit Ludwig van Beethovens 7. Sinfonie, die vor Heiterkeit und Lebensfreude nur so sprüht, wird Omer Meir Wellber jeden im Saal – Zuhörer wie Musiker – euphorisieren.

Text: Cora Uitting

Details

Datum:
24. Mai 2020
Zeit:
19:00 - 21:30
Veranstaltungskategorie:
Webseite:
https://www.gve.de/konzert-details/bbc-philharmonic-orchestra.html

Veranstalter

gVe – Gemeinnütziger Theater- und Konzertverein Erlangen e.V.
Telefon
09131 86 22 52
E-Mail
info@gve.de
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Veranstaltungsort

Heinrich-Lades Halle
Rathausplatz 2
Erlangen, 91052
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